PROKLA 193: Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

Wohnen in Österreich: Von der sozialen Infrastruktur zur Finanzanlag

Autoren: Christian Zeller, Andreas Van-Hametner, Christian Smigiel, Karolin Kautzschmann.

Mehr zu diesem Thema finden Sie hier: https://doi.org/10.32387/prokla.v48i193.1148

 

Stellenangebot

GZ A 0008/1-2019

Am Fachbereich Geographie und Geologie bzw. Zentrum für Ethik und Armutsforschung gelangt die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters*(m/w/d) im Forschungs- und Lehrbetrieb gemäß UG und Angestelltengesetz mit einem Senior Scientist*(m/w/d) gem. § 26 Kollektivvertrag für die Arbeitnehmer*(m/w/d) der Universitäten zur Besetzung. (Verwendungsgruppe B1; das monatliche Entgelt für diese Verwendung beträgt € 3.711,10 brutto (14× jährlich)).

  • Vorgesehener Dienstantritt: 1. März 2019
  • Beschäftigungsdauer: 3 Jahre
  • Beschäftigungsausmaß: 40
  • Arbeitszeit: nach Vereinbarung
  • Aufgabenbereiche: wissenschaftliche Unterstützung im Forschungs- und Lehrbetrieb sowie Mitwirkung an Verwaltungsaufgaben im Bereich „nachhaltige Entwicklung". Die inhaltliche Ausrichtung der Stelle orientiert sich an der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN). Für die Erreichung der dort genannten Entwicklungsziele hat sich die österreichische Bundesregierung verpflichtet. Darauf bezogen, besteht die Hauptaufgabe der Stelle darin, das Sustainable Development Goal (SDG) 1 „Keine Armut" innerhalb von drei Jahren federführend zu bearbeiten. Dazu zählen die Bearbeitung des Stands der österreichbezogenen Forschung auf den jeweiligen Gebieten im breiteren internationalen wissenschaftlichen Kontext, die Koordinations- und Vernetzungsarbeit mit den einschlägigen fachlichen, zivilgesellschaftlichen, künstlerischen, schulischen sowie politischen Stakeholdern, die Konzeption und Organisation von Veranstaltungen, die wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit sowie die Mitarbeit an der Erstellung eines Optionenberichts für die jeweiligen SDGs, der dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung vorgelegt werden soll. Die Tätigkeit der Stelle ist eingebunden in das österreichweite Universitätsnetzwerk Nachhaltige Entwicklungsziele (UniNEtZ). Mit der federführenden Bearbeitung des Entwicklungsziels „Keine Armut" verbunden sind koordinative Aufgaben im UniNEtZ.
    Zugleich soll die Erarbeitung des Themas „Armut" zur weiteren Profilierung der Schwerpunkte am Zentrum bzw. Fachbereich in Forschung und Lehre dienen. Daher werden selbständige Lehre im Bereich Geographie und Armutsforschung (4 Stunden pro Semester) sowie Forschungsaufgaben inkl. Co-/Publikationen und Mit-/lnitiierung von Forschungsanträgen im Bereich „Geographie und Armut" erwartet. Ferner findet eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Politikwissenschaft und Soziologie statt, das für das SDG 10 „Weniger Ungleichheiten" verantwortlich ist.
    Der erfolgreiche Kandidat*(m/w/d) wird an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis spannende Erfahrung sammeln. Sie/Ihn erwartet am Zentrum für Ethik und Armutsforschung bzw. am Fachbereich Geographie und Geologie eine Einbindung in international anerkannte Forschungen zu urbaner Armut und Ungleichheit, prekären Lebenswelten und extremen Armutsformen in Europa
  • Anstellungsvoraussetzungen: abgeschlossenes Doktoratsstudium der Geographie oder einer verwandten Sozialwissenschaft (u.a. Soziologie, Politikwissenschaft); Vertrautheit mit Fragen der Armuts- und Ungleichheitsforschung; Methoden empirischer Sozialforschung und Bereitschaft, sich weiterreichende Methodenkenntnisse anzueignen (qualitative/quantitative Verfahren)
  • Erwünschte Zusatzqualifikationen: sehr gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache, Forschungserfahrung in einem der genannten Gebiete (erbracht durch peer-review Publikationen, Erfahrung in Forschungsprojekten), Erfahrung mit Auftragsforschung sowie internationale Studien- bzw. Forschungserfahrung
  • Gewünschte persönliche Eigenschaften: ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeit, Selbständigkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Kreativität und Flexibilität sowie Freude an wissenschaftlicher Arbeit und Wissenstransfer

Telefonische Auskünfte werden gerne unter Tel.Nr. +43/662/8044-5246 gegeben.

Bewerbungsfrist bis 23. Jänner 2019

Die Paris Lodron-Universität Salzburg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils beim wissenschaftlichen und beim allgemeinen Universitätspersonal insbesondere in Leitungsfunktionen an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen vorrangig aufgenommen.

Personen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, die die geforderten Qualifikationskriterien erfüllen, werden ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert. Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer +43/662/8044-2465 sowie unter  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Leider können die Reise- und Aufenthaltskosten, die aus Anlass des Aufnahmeverfahrens entstehen, nicht vergütet werden.

Die Aufnahmen erfolgen nach den Bestimmungen des Universitätsgesetzes 2002 (UG) und des Angestelltengesetzes.

Ihre Bewerbung unter Angabe der Geschäftszahl der Stellenausschreibung senden Sie bitte per E-Mail an  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Ankündigung für den Deutschen Kongress für Geographie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Für den Deutschen Kongress für Geographie, der vom 25.-30.9.2019 in Kiel stattfinden wird, haben wir folgende Fachsitzung eingebracht. Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu diesem Thema!

Bitte beachten Sie, dass Beiträge bis zum 25.1.2019 eingereicht werden können. Der Link hierzu ist:

https://www.dkg2019.de/programm/fachsitzungen/leitthema-7/ (unsere Fachsitzung ist: L7-FS-174).

Der gesamte Anruf finden Sie hier: download.

Herzliche Grüße,

Nadine Marquardt und Andreas Koch

Gastvortrag: Nadine Marquardt (Bonn)

"Armut und Strafe. Kritische Perspektiven auf den Zusammenhang von Verschuldung und Freiheitsentzug"

Termin: 31.1.2019, 15.30-17.00

Ort: HS 103 (Theologische Fakultät, Universitätsplatz 1)

Veranstalter: Zentrum für Ethik und Armutsforschung und AG Sozialgeographie.

Abstract: Armut ist nicht strafbar. Ein Blick in deutsche Justizvollzugsanstalten zeigt gleichwohl schnell, dass Menschen aus einkommensarmen Schichten in Gefängnissen überrepräsentiert sind. Zwischen der staatlichen Strafvollzugspraxis und der sozialen wie ökonomischen Lage der Gefangenen besteht offenbar ein Zusammenhang. Ein Großteil der Studien, die diesen Zusammenhang in den Blick nehmen und die Relationen zwischen Armut, sozialer Benachteiligung und Kriminalisierung nachzeichnen, kommt gegenwärtig aus dem US-amerikanischen Kontext. Im Zentrum dieser Studien steht nicht nur die Frage, was gesellschaftlich kriminalisiert und staatlich sanktioniert wird, sondern vor allem auch, wer hierbei aus welchen Gründen Zielscheibe und Objekt eines sozial voraussetzungsreichen und hochselektiven Prozesses der Kriminalisierung wird. Der Vortrag greift Erkenntnisse der kritischen Gefängnisforschung auf und geht dem Zusammenhang von Armut und Haft im deutschen Kontext nach. Dabei fokussiert er insbesondere auf das Phänomen der sogenannten Ersatzfreiheitsstrafe. Die Ersatzfreiheitsstrafe, die bei nicht bezahlten Geldstrafen verhängt wird, ist Ausdruck einer gesellschaftlichen Verkettungsdynamik von Schuld und Schulden, die sich in den letzten Jahren massiv verschärft hat. Der Vortrag diskutiert am Beispiel der Ersatzfreiheitsstrafe sowohl die strafverschärfende Wirkung von Armut, als auch die armutsverschärfende Wirkung der Haft.

Zur Person: Nadine Marquardt ist Professorin für Sozialgeographie am Geographischen Institut der Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sozialgeographie und Stadtforschung; Exklusion, soziale Ungleichheit, urbane Marginalität; Gouvernementalität, urbane Bio- und Technopolitik; Poststrukturalistische und kritische Theorien sowie Feministische Geographie.

Ankündigung: Neues Buchkapitel von Andreas Koch

Kürzlich wurde eine neue Publikation von Andreas Koch als Buchkapitel mit dem Titel

"Generating Reality with Geosimulation Models: An Agent-Based Social-Spatial Network Modelling Perspective".

Der Titel des Buches lautet "Spatial Analysis, Modelling and Planning" und wurde vom IntechOpen-Verlag herausgegeben.

Die Publikation ist frei zugänglich und hier verfügbar.

Kolloquium des Arbeitskreises Theorie und Quantitative Methoden in der Geographie

Von 28.02.-01.03.2019 findet das 23. Kolloquium des Arbeitskreises Theorie und Quantitative Methoden in der Geographie: Empirie - Simulation - Prädiktion am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung statt. Nähere Informationen finden Sie hier.

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